Ute Verch gehört schon lange zum Evangelischen Jugendreferat Köln und Region. Ursprünglich aus dem Kirchenkreis Köln Rechtsrheinisch, parallel auch im Frauenreferat des Kirchenkreises Köln Rechtsrheinisch tätig, übernimmt sie jetzt zusätzlich zehn Stunden im Aufgabenbereich als Theologische Referentin. Zeit, Ute einmal anders vorzustellen.
„Ganz kurz…“
- Frühaufstehen oder lange wach bleiben? Lange wach bleiben.
- Buch oder Podcast? Buch.
- Planen oder treiben lassen? Mal so, mal so …
- Und was darf in ihrer Tasche niemals fehlen? Der Hausschlüssel, damit der Tag nicht unerwartet lange wird.
„Etwas persönlicher…“
- Was bringt dich zuverlässig zum Lachen? Ein frecher Spruch
- Was kannst du richtig gut? Ich glaube, dass ich gut darin bin, Zusammenhänge zu erkennen und die unterschiedlichen Menschen miteinander zu vernetzen. Sozusagen Menschen „miteinander ins Geschäft zu bringen “ und solche Situationen moderieren.
- Was würdest du gerne noch lernen? Wenn das Behalten von Vokabeln leichter wäre: mehrere Sprachen 🙂
„Und was hat das Ganze mit Gott zu tun?“
- Was bedeutet Glaube für dich im Alltag? Vertrauen und Optimismus: „Gott ist mit mir unterwegs“
- Was kann Kirche jungen Menschen geben? Eeine „Heimat“ – das klingt vielleicht ein bisschen geschwollen, aber ich finde, wenn wir christliche Grundwerte wie z.B. Barmherzigkeit, Vielfalt und Nächstenliebe in der Gemeinschaft des Jugendverbandes leben und vorleben, kann eine gemeinsame Kirche gelingen. Wichtig ist, dass sich alle auf Augenhöhe begegnen, wahrnehmen und wertschätzen. Für mich sind junge Menschen nicht „die Zukunft der Kirche“; Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene SIND Kirche!
- Worüber würdest du gerne einmal mit einer Jugendgruppe diskutieren? Ich habe kein spezielles Thema auf meiner Bucketlist, es ergeben sich doch immer viele Gespräche über ganz unterschiedliche Themen
„Ute übernimmt…“
Ja. Ute übernimmt… eigentlich denke ich ja: Mich kennen doch alle schon 🙂
Als ich damals im Jugendreferat meine Arbeit aufnahm, waren viele von denen, mit denen ich heute zusammen arbeite noch nicht einmal geboren oder gerade mal in der Grundschule. Andere sind genauso lange da wie ich oder sie sind später gekommen, aber ungefähr in meinem Alter.
Genau das reizt mich an meiner Arbeit, die Vielfalt der Menschen, mit denen ich immer wieder neue Dinge entwickeln, kreativ sein und neugierig bleiben kann. Meine Arbeit verändert sich in den letzten 29 Jahren (jetzt ist es raus) stetig und ich kann immer wieder Neues lernen. Das ist ein Riesen-Geschenk!
In meinen Augen baut die neue Aufgabe im theologischen Bereich meine alte weiter aus, über die Konfiarbeit hinaus. Ich übernehme zehn Stunden des Aufgabenbereichs als „Theologische Referentin“ und freue mich darauf, andere Formate zu auszuprobieren und bewährte weiterzuentwickeln – gemeinsam mit „alten“ und „neuen“ Mitstreiter:innen! Ich möchte im Dialog mit den Kolleg:innen, den Ehrenamtlichen und den Jugendlichen sein und prozessorientiert arbeiten. Der Bereich darf und soll sich ruhig immer wieder verändern.
Und zum guten Schluss:
Wenn du einen Tag lang mit einer Person aus der Bibel Kaffee trinken könntest – wen würdest du einladen und worüber würdet ihr sprechen?
Hm. Schwierige Frage. Eine der Frauen? Ein Kind? Nein. Ich würde Jesus einladen und mit ihm über die Kirche heute sprechen. Wenn du heute in die Kirchengemeinden schaust: Was sagst du dazu? Was gefällt dir gut, was weniger? Was würdest du verändern und wie? Das würde bestimmt ein sehr engagiertes Gespräch, das nicht auf das kirchliche Leben begrenzt bliebe. Vermutlich wären wir schnell bei einem gesellschaftlichen Diskurs.
Wir dürfen also gespannt sein, welche Gespräche, Fragen und neuen Ideen Ute in ihrer neuen Aufgabe noch auf den Weg bringt. Wir freuen uns auf jeden Fall darauf.